Online-Shops
Produktkatalog, Warenkorb, Checkout, Kundenkonto — alle Verkaufsprozesse an Endverbraucher müssen barrierefrei sein.
Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) ist geltendes Recht. Für viele Webseiten, Shops und Online-Dienste ist Barrierefreiheit nicht mehr optional, sondern rechtlich bindend.
Situation klärenDas Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) ist geltendes Recht. Für viele Webseiten, Shops und Online-Dienste ist Barrierefreiheit nicht mehr optional, sondern rechtlich bindend.
Wer betroffen ist
Das BFSG zielt auf digitale Produkte und Dienstleistungen, die Verbraucher erreichen. Viele Webseiten fallen unbemerkt in den Anwendungsbereich.
Produktkatalog, Warenkorb, Checkout, Kundenkonto — alle Verkaufsprozesse an Endverbraucher müssen barrierefrei sein.
Hotelbuchung, Ticketkauf, Arzttermine, Kursanmeldungen — wenn Verbraucher eine Dienstleistung online abschließen, greift das Gesetz.
Kontaktformulare, Anfrageprozesse, Kundenportale — überall dort, wo Kommunikation oder Vertragsabschluss stattfindet.
Online-Banking, Zahlungsdienste, E-Mail-Portale, Messenger — besondere Relevanz, auch bei geringer Mitarbeiterzahl.
Vergleichsplattformen, Vermittlungsdienste, Bewertungsportale — wenn sie Verbraucher an Anbieter vermitteln, sind sie erfasst.
Unter 10 Mitarbeitern und unter 2 Mio. € Umsatz sind in der Regel nicht betroffen. Finanz- und Kommunikationsdienste fallen trotzdem darunter.
Standards
Barrierefreiheit ist kein Bauchgefühl — sie folgt prüfbaren Standards. Im deutschen und europäischen Kontext zählen drei Ebenen.
WCAG 2.1 AA
Web Content Accessibility Guidelines mit vier Prinzipien: wahrnehmbar, bedienbar, verständlich, robust. Niveau AA ist der international akzeptierte Mindestanspruch.
EN 301 549
Europäische Harmonisierungsnorm für digitale Barrierefreiheit. Basiert auf WCAG 2.1 AA, ergänzt um Hardware- und Software-Aspekte. Grundlage für das BFSG.
BFSG / EAA
Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz setzt den European Accessibility Act in deutsches Recht um. Verpflichtet Anbieter bestimmter digitaler Produkte gesetzlich zur Barrierefreiheit.
Technische Basis
Barrierefreiheit lässt sich nicht nachträglich aufsetzen. Sie entsteht durch Entscheidungen im Markup, im Design und im Build — und wird danach nur noch gepflegt.
Semantisches HTML
Richtige Elemente statt generischer div/span-Suppe. Header, Nav, Main, Section, Article — bedeutet etwas, nicht nur visuell.
Fokus & Keyboard-Navigation
Sichtbarer Fokus-Indikator, sinnvolle Tab-Reihenfolge, alle Funktionen ohne Maus erreichbar — ab dem ersten Commit.
Farbkontraste WCAG AA
Mindestens 4.5:1 für Text, 3:1 für UI-Elemente. Geprüft in Light- und Dark-Mode, nicht nachträglich angepasst.
ARIA wo nötig, nicht überall
ARIA-Patterns für Komponenten, die HTML nicht abdeckt (Tabs, Dialogs, Menus). Kein blinder ARIA-Spam.
Alt-Texte & Beschreibungen
Bilder mit aussagekräftigem Alt-Text, dekorative Bilder mit leerem Alt. Buttons und Icons sprechend benannt.
Automatisierte Audits
AuditMySite prüft Seiten systematisch — viele Probleme werden früh erkannt und behoben, bevor sie live gehen.
Projektablauf
Strukturierte Prüfung nach WCAG 2.1 AA — Lieferung in 1 Woche.
Bestandsaufnahme
Welche Seiten, Funktionen und Komponenten sind betroffen? Automatisierter Scan plus manuelle Stichproben.
Prüfung nach WCAG 2.1 AA
Wahrnehmbarkeit, Bedienbarkeit, Verständlichkeit, Robustheit. Mit konkreten Befunden und Handlungsempfehlungen.
Behebung & Re-Test
Identifizierte Barrieren beheben — strukturell, nicht kosmetisch. Anschließend erneuter Scan zur Validierung.
Prüfbericht & Empfehlungen
Schriftlicher Bericht mit Befunden, Schweregrad und Empfehlungen. Übergebbar an Auditoren oder Behörden.
Preis
Strukturierter Barrierefreiheits-Check nach WCAG 2.1 AA mit Prüfbericht und Handlungsempfehlungen.
01
600 €
Strukturierter Barrierefreiheits-Check nach WCAG 2.1 AA — Identifikation und Behebung von Barrieren.
Häufige Fragen
Fünf Antworten auf typische Fragen rund um BFSG und Barrierefreiheit.
Verbraucher-orientierte digitale Produkte und Dienste sind in der Regel betroffen — Online-Shops, Buchungssysteme, Banking, Kommunikationsdienste. Kleinstunternehmen unter 10 Mitarbeitern und unter 2 Mio. € Umsatz sind meist ausgenommen, einige Branchen davon ausgenommen.
Nein. Accessibility-Overlays bestehen die Prüfung nach WCAG 2.1 AA nicht und werden in vielen Sammelklagen als unzureichend gewertet. Barrierefreiheit muss strukturell im Markup, Design und Build umgesetzt werden — nicht nachträglich überlagert.
Eine strukturierte Prüfung nach WCAG 2.1 AA für eine Standard-Webseite dauert in der Regel etwa eine Woche — inklusive automatisierter Scans, manueller Stichproben kritischer Flows und schriftlichem Prüfbericht mit Handlungsempfehlungen.
Marktüberwachungsbehörden können Mängel abmahnen, Bußgelder verhängen und im Extremfall Produkte vom Markt nehmen. Zusätzlich drohen wettbewerbsrechtliche Abmahnungen durch Verbraucherschutz-Verbände — das Risiko wächst seit Inkrafttreten messbar.
WCAG 2.1 AA ist der technische Standard, EN 301 549 die europäische Norm, BFSG das deutsche Gesetz. Das BFSG verweist auf EN 301 549, die wiederum WCAG 2.1 AA als Mindestanspruch übernimmt — alle drei greifen ineinander.
Situation klären
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